Face à Face 2015-2018

Mit dieser neuen Serie: "Von Angesicht zu Angesicht" "starrt" Nina Urlichs uns an und hinterfragt unsere Äußerungen, als ob sie Antworten
auf seine eigenen Fragen erwartet. Die Künstlerin ist kohärent in ihrer Herangehensweise. so wie sie uns bereits 2015 mit dem subtilen Spiel von
seiner Transparenzen uns überzeugt hatte und schafft auch hier wieder Tiefen im Bild mit einem Spiel aus bemalten Flächen,
der Leere sowie Licht und Schatten.

In Ihren neuen Arbeiten überlagert sie die Linien ihrer Zeichnungen auf Papieren und Pvc. Sie spiegelt uns hier unsere eigene Unsicherheit
und Ambiguität unserer Selbstdarstellungen
Die Zweideutigkeit der Fragilität des Papierträgers, die Spuren und Drucke, die eine nüchterne, aber ausdrucksstarke Palette hinterlässt, sind
die unserer Emotionen, denn wir sind das Subjekt von Nina Urlichs. Sie interessiert sich für unsere Gefühle und was unser Gesicht
darüber aussagt, wenn wir in trügerischem Schweigen verharren. Nina Urlichs entzieht sich durch die Arbeit ihrer aufeinanderfolgenden
Schichten keiner der großen Themen von heute: der Platz der Frau in unseren Gesellschaften, Ökologie, Natur und menschliches Schicksal.

Indem sie uns "von Angesicht zu Angesicht" mit ihnen konfrontiert, wartet sie immer noch auf unsere Antworten.

"Piero Cavalleri" - Galerie Passeart 2017